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Welche Bauchtrainer eignen sich für Anfänger und welche für Fortgeschrittene?

Bauchtrainer Test und Vergleich

Der eigene Bauch wird von vielen Menschen als Problemzone wahrgenommen. Frauen wünschen sich oft nichts sehnlicher als einen flachen und definierten Bauch, bei Männern gehen die Träume eher in Richtung knallhartes Sixpack.

Um diese Ziele zu erreichen, setzen viele Freizeitsportler auf spezielles Bauchmuskeltraining. Doch welche Bauchtrainer eignen sich überhaupt für Anfänger und welche für Fortgeschrittene?

Ab Trainer im Test

Ab-Trainer findet man oft in großer Stückzahl im Eigengewichts- und Bauchmuskel-Center im Fitnessstudio. Das Wort „Ab“ ist dabei die Kurzform für „Abdominal“, was im Englischen die Bezeichnung für die Bauchmuskulatur – oder ganz generell für den Bauch – ist.

Ab Trainer zeichnen sich durch ihre abgerundete bügelartige Konstruktion aus, die dem Trainierenden beim Sit Up den Bewegungsablauf vorgibt. Der Sportler muss sich dabei „nur“ noch aus den inneren Bauchmuskeln heraus aufrichten und den Oberkörper anschließend wieder ablassen.

Ab Trainer sind komplett mit Schaumstoff umhüllt und verfügen über ein Kissen für den Hinterkopf, wodurch das Training recht komfortabel wird. Mit einem Anschaffungspreis von etwa 20 bis 50 Euro sind Ab Trainer nicht allzu teuer und damit auch für die Nutzung im Home Gym geeignet.

Unser Testfazit: Klares Einsteigergerät
Ein Ab Trainer ist ein gutes Gerät für Einsteiger, weil man mit diesem Bauchtrainer gezielt seine geraden Bauchmuskeln stärken kann. Durch die geführte Bewegung bleiben Fehlbelastungen aus.

Allerdings sinkt der Nutzen eines Ab Trainers mit wachsender Erfahrung und einer Verbesserung der Kraftwerte beim Trainierenden. Dieser profitiert nun mehr, wenn er eben keine Unterstützung beim Training mehr erfährt und verstärkt Ausgleichsbewegungen machen muss.

Ab Roller im Test

Beinahe unauffällig kommt der Ab Roller daher. Meist aus Kunststoff bestehend, handelt es sich bei diesem Bauchtrainer um eine kleine Konstruktion aus zwei kleinen Rädern, die durch Aussparungen im Zentrum von einer Griffstange durchstoßen sind.

Mit einem Ab Roller können in erster Linie fortgeschrittene Fitnesssportler das effektive Bauchrollen absolvieren. Aus knieender Grundposition rollen sie dabei mit dem Ab Roller so weit nach vorne, wie die Rumpfmuskulatur es zulässt. Dabei muss die Bauchmuskulatur immensen Kräften standhalten, auch die Schultern sind stark belastet.

Ein Ab Roller liegt mit einem Preis von etwa 20 bis 40 Euro in einer ähnlichen Region wie ein Ab Trainer. Damit ist auch ein Ab Roller, der sich zudem leicht in einem Schrank oder in einer Zimmerecke verstauen lässt, perfekt für das Training in der eigenen Wohnung geeignet.

Unser Testfazit: Für Ambitionierte
Ein Ab Roller ist ein erstklassiger Bauchtrainer – unter der Voraussetzung, dass man sich bereits eine gute Grundkraft im Rumpf antrainiert hat.

Einsteiger schaffen mit dem Gerät kaum eine saubere Wiederholung, für Ambitionierte sind drei Sätze mit dem Ab Roller aber das Sahnehäubchen eines jeden Trainings. Ganz klar ein Gerät für Fortgeschrittene.

Ab Mat im Test

Hinter dem Kürzel Ab Mat verbirgt sich nichts anderes als eine speziell geformte Matte für das Bauchmuskeltraining. Dieser Halbkreis, der mit Kunststoff gefüttert und mit einer wasserabweisenden Schicht überzogen ist, soll unter anderem bei Sit Ups, aber auch beim seitlichen Taschenmesser und vielen weiteren populären Bauchmuskelübungen einerseits den Rücken schonen und andererseits eine reine Fitnessmatte überflüssig machen.

Eine Ab Mat liegt mit etwa 30 bis 40 Euro in einer ähnlichen Region wie die meisten Kleingeräte für das Bauchmuskeltraining.

Unser Testfazit: Eher eine Trainingsergänzung
Die Ab Mat ist gewiss keine schlechte Erfindung. Klein, leicht und komfortabel kommt der Bauchtrainer daher. Und doch ist sein Besitz eigentlich nicht notwendig, weil er die Übungen nicht erleichtert oder erschwert, sondern in erster Linie lediglich den Komfort erhöht. Ein Ab Mat ist ein Bauch-Trainer für Einsteiger und für Fortgeschrittene, die schon alles besitzen.

Sit Up Bank im Test

Ein klassisches „hartes“ Gerät für das Bauchmuskeltraining ist die Sit Up Bank. Die schräge Stahlkonstruktion mit Polstern und zwei Rollen zur Fixierung der Beine ist seit Jahrzehnten im Fitnesssektor etabliert.

Eine Sit Up Bank erlaubt sowohl das Training der geraden wie auch der seitlichen Bauchmuskulatur und ist damit überaus vielseitig. Auch Sit Up Bänke sind mit einem Einstiegspreis von weniger als 50 Euro durchaus erschwinglich für das Training zuhause.

Unser Testfazit: Für Einsteiger und Fortgeschrittene
Der steile Anstellwinkel einer Sit Up Bank macht es Einsteigern zwar zunächst etwas schwer, doch das Bauchmuskeltraining auf einem solchen Gerät lässt sich sehr gut dosieren, sodass diese Gruppe vom Training genauso profitiert wie die der Fortgeschrittenen. Eine Sit Up Bank eignet sich für Einsteiger und Fortgeschrittene, ihre Anschaffung macht sich schnell bezahlt.

Roman Chair im Test

Der Roman Chair ist mächtiges Fitnessgerät, an dem neben Dips auch gezielt die vorderen und seitlichen Bauchmuskeln durch Übungen wie Beinheben trainiert werden. Das Training ist gerade für Fortgeschrittene sehr effektiv, allerdings ist ein Roman Chair auch erst für einen dreistelligen Eurobetrag zu haben und damit – neben seiner Größe von mehr als 2 m Höhe und etwa 1 m Breite und 1 m Tiefe – kaum für das eigene Zuhause geeignet. Im Fitnessstudio sollte man aber nicht am Roman Chair vorbeigehen, wenn man einen tollen Bauch haben will.

Unser Testfazit: Für Fortgeschrittene ein Muss
Der Roman Chair bietet ein forderndes Training sämtlicher Bauchmuskeln. Wer nicht fit ist, schafft hier kaum eine saubere Wiederholung. Damit ist der Roman Chair in erster Linie für Fortgeschrittene zu empfehlen, zumal für eine saubere Wiederholung auch die Kraftwerte im Oberkörper stimmen müssen und eine gute Körperspannung Grundvoraussetzung ist.

Elektrischer Bauchtrainer im Test

Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Einfach einen Gürtel um den Bauch legen, Strom an und das Sixpack kommt von allein. Tatsächlich versprechen viele elektrische Bauchtrainer, dies durch Kontraktionen von außen zu schaffen. In der Realität halten die Geräte aber nur einen Bruchteil dieses Versprechens ein, wie zahlreiche Tests bewiesen haben.

Die meisten Fortgeschrittenen halten ohnehin wenig von dieser Methode, und auch Einsteiger können sich auch die rund 40 Euro, für die es elektrische Bauchtrainer einer günstigeren Edition gibt, in der Regel sparen.

Unser Testfazit: Allenfalls für Einsteiger
Elektrische Bauchtrainer sind bei Weitem nicht so effektiv, wie sie versprechen. Körperliche Trainingsreize durch das aktive Überwinden eines Widerstands sind deutlich wirkungsvoller, deswegen sollte das körperliche Training dem Anlegen eines solchen Gürtels immer vorgezogen werden.

Allenfalls absolute Einsteiger können einen leichten Fortschritt durch den Reiz eines elektrischen Bauchtrainers erfahren, doch selbst dieser tut kaum Not.

Gymnastikball im Test

Kein reiner Bauchtrainer, sondern vielmehr ein Allroundgerät ist der Gymnastikball. Aufgrund seiner nachgiebigen Materialeigenschaften müssen Kraftsportler bei jeder Übung in der Tiefenmuskulatur zusätzlich zur eigentlichen Bewegung viel Ausgleichsarbeit verrichten. Dies führt zu einer enormen Kräftigung der Muskeln – nicht zuletzt auch im Bauch. Bereits für rund 20 Euro erhält man einen Gymnastikball. Zu achten ist beim Kauf auf den richtigen Umfang, der sich nach der Körpergröße richtet.

Unser Testfazit: Toller Bauchtrainer für jeden
Mit einem Gymnastikball kann man in der Bauchgegend Muskeln ansprechen, von deren Existenz man bis dato keine Ahnung hatte. Dies legt den Schluss nahe, dass ein Gymnastikball als Bauchtrainer vor allem Fortgeschrittene anspricht. Doch es gibt auch genug Übungen wie etwa Crunches auf dem Gymnastikball, mit denen Einsteiger ihren Bauch straffen und stärken können.

Sling-Trainer im Test

Sling-Trainer machen sich ein ähnliches Prinzip zunutze wie Gymnastikbälle: Aufgrund ihrer Instabilität müssen Trainierende extrem viel Ausgleichsarbeit im Bereich der Tiefenmuskulatur verrichten.

Bei einem Schlingentrainer, wo maximal zwei Gliedmaßen in den überaus wackeligen Schlingen wie Halt finden, ist dieser Effekt noch einmal vergrößert. Dadurch ist Schlingentraining enorm effektiv – übrigens nicht nur bei vielen Bauchmuskelübungen, sondern auch in den Bereichen Schultergürtel, Arme, Brust, Rücken, Gesäß und Beine.

Sling-Trainer kosten zwischen 50 und 200 Euro. Das ist nicht unbedingt günstig, allerdings vereinigen sie ein ganzes Fitnessstudio in einem höchstens 1 kg schweren Konstrukt aus Nylon, Kunststoff und ein wenig Metall, das man platzsparend in einer Schublade verschwinden lassen kann.

Unser Testfazit: Top für Fortgeschrittene und Einsteiger
Schlingentrainer sprechen vor allem Fortgeschrittene an, die an anspruchsvolles Training gewöhnt sind und durch einen neuen intensiven Reiz ihren Körper in Nuancen formen wollen. Doch auch Einsteiger profitieren enorm vom Bauchtraining an der Schlinge – auch wenn Muskelkater zunächst einmal vorprogrammiert ist.

Der Trumpf des Schlingentrainers: Wie beim Gymnastikball gibt es unzählige Übungen für jede Niveaustufe. Für jeden ist etwas dabei.

Gymnastikmatte im Test

Zugegeben, eine Gymnastikmatte ist kein Fitness-„Gerät“ im eigentlichen Sinne. Allerdings gehört sie für jeden Sportler zum Standard-Repertoire, der mit dem eigenen Körpergewicht ein Bauchmuskeltraining absolviert. Die dünne und zugleich weiche Matte schont vor allem bei Crunches oder Sit Ups den sensiblen Rückenbereich und spendet zudem bei vielen weiteren Übungen Halt.

Gymnastikmatten sind teilweise bereits für weniger als 10 Euro erhältlich. Etwa das Doppelte sollte man aber schon für ein langlebiges Modell investieren.

Unser Testfazit: Ein Muss für jeden
Gymnastikmatten sind so vielseitig und dabei so günstig, dass jeder Fitnesssportler eine besitzen sollte – egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittener.

Bildnachweis: Thinkstock / SolisImages
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